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Die Seite
"Mitbestimmen - Mitgestalten"
ist aus Erfahrungen des Modellprogramms "Demokratie lernen und leben" der Bund–Länder–Kommission entstanden. Von 2002 bis 2007 arbeiteten bundesweit 170 Schulen daran, eine demokratische Schulkultur aufzubauen. Die Entwicklung einer demokratischen Schulkultur und demokratischer Handlungskompetenz ist auch im Zusammenhang der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zentrales Arbeitsfeld innovativer Schulen.
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„Demokratische Schulkultur“ beschreibt das Zusammenwirken folgender vier Ebenen in der Schule: Unterricht – Schulleben – Schule in der Gemeinde – Projekte. Eine demokratische Schule oder eine demokratische Schulkultur zeichnet sich dadurch aus, dass auf mindestens den ersten drei Ebenen ein Mehr an Partizipation erkennbar wird.
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Die Ebenen im Einzelnen:
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1. Demokratie im Unterricht:
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Neben der Möglichkeit, demokratische Verfahren im Unterricht kennen zu lernen, zu besprechen und/oder zu reflektieren, sollen Schülerinnen und Schüler sich an der Gestaltung von Unterricht, Themenfindung, Kriterienformulierung, Notengebung usw. beteiligen. Sie werden in die Lage versetzt, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen (eigenständiges Lernen), das Klassenleben aktiv mit zu gestalten und Konflikte eigenständig zu lösen (Klassenrat) sowie sich und anderen Rückmeldung über erbrachte oder nicht erbrachte Leistungen zu geben (Feedbackkultur). Darüber hinaus hat sich gerade in Schleswig-Holstein das Konzept der Wahlpflichtkurse (WPK´s) sehr bewährt. An mehreren Programmschulen werden WPK´s angeboten, die die Themen Jugendrat, SV-Arbeit, Mitwirkung oder Service Learning haben.
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2. Demokratie in der Schule:
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Auf diese Ebene gehören alle Initiativen, die Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung des Schullebens einbeziehen und ihnen mehr Verantwortung zumuten. Zu nennen wären hier als Beispiele: Schülerkiosk, Mitaufsichten, Hausaufgabenhilfe, Konfliktlotsen und natürlich die Arbeit der Schülervertretung. Im Rahmen des Programms haben SchülerInnen der Schülervertretung (SV) und Verbindungslehrkräfte mehrfach Fortbildungen wahrgenommen und wurden zum Beispiel darin geschult, eine Jahresplanung zu erstellen, Anträge zu formulieren oder sinnvolle Protokolle der SV-Sitzungen anzufertigen. An den Schulen ist zu beobachten, dass eine starke SV viel bewegen kann, aber auch, dass es für uns Lehrkräfte bisweilen noch ungewohnt ist, sich mit selbstbewussten Schülerinnen und Schülern auseinander zu setzen. Deshalb sind in diesem Programm auch die Lehrkräfte gefordert, ihre Rolle zu reflektieren und bisweilen auch zu modifizieren (das gilt auch für o.g. Bereiche wie Feedback und Notengebung mit Schülerinnen und Schülern).
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3. Schule in der Gemeinde/ Schule in der Demokratie:
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Mit Paragraf 47f der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung sind die Kommunen verpflichtet, Jugendliche bei sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen. Die Kommunen haben also ein Interesse daran, dass die Jugendlichen „fit sind“ für Partizipation. Hieraus ergeben sich Kooperationsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Öffnung von Schule in die Gemeinde hinein. Die Bildung von Jugend- oder Schülerräten ist nur ein Beispiel dafür. In Mölln ist es uns gelungen, den Kreistag des Kreises Herzogtum Lauenburg für eine Sitzung an eine Schule zu holen. Später sind einzelne Kreistagsabgeordnete noch einmal dort gewesen, um die Wünsche, Forderungen und Bedürfnisse der Jugendlichen mit ihnen zu diskutieren (z. B. mehr Schulbusse).
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4. Projekte:
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Während die bisher genannten Maßnahmen und Initiativen nach Möglichkeit fest an der Schule etabliert und zumindest teilweise ins Schulprogramm aufgenommen werden sollten, bezeichnet der Bereich der Projekte herausragende Einzelaktionen wie zum Beispiel die Umgestaltung des Schulhofes, Beteiligung an einem Wettbewerb (z. B. bei „Demokratisch handeln“ oder „Tausendsassa“), die nicht fest verankert sind. Sie spielen bei unseren Schulen in Schleswig-Holstein eine untergeordnete Rolle, da die Kolleginnen und Kollegen Interesse an der Entwicklung einer dauerhaften Demokratiekultur in Schule haben und hier ihre Energie einsetzen.
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Theoretischer Hintergrund
des Modellprogramms war die Demokratiepädagogik, die zuerst von John Dewey entwickelt wurde.
Eine genauere Beschreibung seines Ansatzes...
(doc)
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Die Bedeutung der
Partizipation in der Schule
zur Förderung des Lernens gibt sehr gut der Hannam-Report wieder.
mehr ...
(doc)
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Die Unterscheidung von
Beteiligungsstufen
der Schülerinnen und Schüler in der Schule erleichtert die Auswahl von geeigneten Maßnahmen im Erziehungsprozess.
Eine kurze Darstellung der Partizipationsstufen...
(doc)
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Diese Seite soll einen Überblick über die Erfahrungen und Felder geben, in denen Demokratie in der Schule gelebt und gelernt werden kann. In ihr werden die Bereiche dargestellt, in denen interessierte Schulen und / oder Kolleginnen und Kollegen aktiv werden können, um von den Erfahrungen aus dem Modellprogramm zu profitieren.
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Themen dieser Seite im Überblick:
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