Regeln der Nachhaltigkeit

  • Die Lebensbedingungen aller derzeit auf der Erde lebenden Menschen sollen erhalten und verbessert werden (globale gegenwärtige Dimension, intragenerationelle Gerechtigkeit).
  • Die Lebenschancen und -qualität künftiger Generationen sollen erhalten und verbessert werden (Zukunftsdimension, intergenerationelle Gerechtigkeit).
  • Es müssen attraktive Lebensformen und -stile entwickelt werden, die einen geringeren Verbrauch von Ressourcen zulassen, als in den hoch entwickelten Ländern üblich.
  • Soziale Gerechtigkeit orientiert sich am Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde und dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit in einer Gemeinschaft sozialen Friedens sowie am
  • Prinzip einer solidarischen Gemeinschaft: Alle bringen Leistungen in die sozialen Sicherungssysteme ein und empfangen aus diesen Systemen nach Bedürftigkeit; dies geschieht unter Berücksichtigung des Lebens künftiger Generationen.
  • Die Nutzung erneuerbarer ist der Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen
  • vorzuziehen.
  • Die Belastbarkeit der Umweltmedien (Einträge von Schadstoffen) darf die Belastungsfähigkeit der Ökosysteme nicht überschreiten.
  • Es müssen solche technischen Innovationen gefördert werden, die den Verbrauch an Ressourcen reduzieren und Schadstoffeinträge minimieren.
  • Man muss die für die Anthroposphäre und die Natursphäre angemessenen Zeitmaße beachten.
  • Gefahren und Risiken für die menschliche Gesundheit müssen vermieden werden.
  • Es muss unter den Gesichtspunkten effizienter Ressourcennutzung gewirtschaftet werden.
  • Die Produktion muss sich im Einklang mit den Möglichkeiten der Natur befinden.
  • Es sind solche Formen des Wirtschaftens und der Produktion vorzuziehen, die auch längerfristig ohne schädigende Einflüsse auf die Natur durchgehalten werden können.


Quelle: "Internationale Agenda 21 Schule", DGUe.V. 2004