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Alles Schwindel?

Statement Dr. Ulf Schweckendiek

Gibt es wirklich eine wissenschaftliche Kontroverse über den dominierenden menschlichen Anteil an den Ursachen des Klimawandels?

Nein, diese Kontroverse existiert nicht!

Diese mittlerweile wissenschaftlich aber auch gesellschaftlich politisch akzeptierte Tatsache ist nicht durch geschicktes Marketing entstanden, sondern ist ein Produkt von vielen Jahren sehr akribischer wissenschaftlicher Forschung.

Dr. Ulf Schweckendiek

Bevor dort jemand behauptet, der Klimawandel ist von Menschen gemacht, wird viele Jahre geforscht. Als Resultat dieser Forschung unter dem Einfluss einer komplexen wissenschaftlichen Diskussion werden unzählige Artikel zu diversen Teilaspekten geschrieben, werden begutachtet und geändert - und zwar von den auf diesem Gebiet schlausten Menschen, die wir im Moment auf der Welt haben. Erst dann werden Ergebnisse veröffentlicht – in der Regel zunächst in Fachjournalen und erst später in der Tagespresse.

Die sogenannten Klima-Skeptiker beteiligen sich nicht an der hochkomplexen wissenschaftlichen Diskussion und setzten sich nicht dem Urteil von Experten aus. Stattdessen suchen sie NUR die Öffentlichkeit. Sie reißen Zusammenhänge auseinander und vereinfachen. Sie sind nicht in an fundiertem wissenschaftlichen Austausch interessiert, der Themen weiterbringt, sondern nutzen nur die öffentliche - populäre – Darstellung, die zum Teil längst überholte und revidierte Ergebnisse enthält.

So geht es in dieser Diskussion nicht ums "Anders-Denken", nicht um Meinung-Mache, sondern um Aufklärung. Kritische Fragen dürfen und müssen immer gestellt werden. - Und das werden sie auch! Das ist der Kern von Wissenschaft!

Viel kritischer als die sogenannten Klima-Kritiker es je könnten, weil sie viel fundierter sind, weil diese Menschen die wissenschaftlichen Hintergründe sehr gut kennen. Insofern ist die Qualität wissenschaftlicher Forschungsergebnisse nicht gleichzusetzen mit einer beliebigen Meinung, die medial verwendet wird. 

Dass es noch Produktionen wie „Der große Schwindel“ gibt, zeigt im Wesentliches ein menschliches Phänomen: Mit einem Slogan wie "Es ist alles gar nicht so schlimm, das mit dem Klimawandel ist alles ein großer Schwindel" – werden Interessen bedient, natürlich wirtschaftliche aber auch emotionale! 

Wir wissen alle nicht, wie schlimm es wird, aber dass der derzeitige Klimawandel außerhalb der natürlichen Schwankung des Systems Erde liegt, ist wissenschaftlich nicht mehr umstritten. Die Erde hält viele Überraschungen bereit, wir wissen immer noch zu wenig.

Unkontrollierbare Veränderungen – vor allem schnelle - bringen große Gefahren!


Dr. Ulf Schweckendiek hat lange Jahre am IFM-Geomar (Kiel) an Klimamodellen gearbeitet. Inzwischen arbeitet er als Lehrer und Fortbildner und unterstützt den Verein "Partner der Zukunftsschule.SH e.V." mit seiner Erfahrungen und wissenschaftlichen Hintergründen.

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