Zukunft der Städte (Mobilität/Generationen)

an der Schule: Max-Planck-Schule

Projektinfos

1. Die Mobilität innerhalb der Städte wird sich stark verändern. Die Emissionen werden reduziert um die Umwelt zu schützen und die Stadt sauber zu halten. Unser Projekt umfasst neben dem öffentlichen Verkehr, welcher preiswerter und effektiver wird, auch private Fahrzeuge sowie Konzepte zum Fahrzeugteilen und einer zentralen Verkehrssteuerung. Die Daimler AG hat uns umfassend mit Informationsmaterialen versorgt und stellt des Weiteren eine Vielzahl an Prospekten, die während des Vortrags für Interessierte ausgelegt sein werden. Das Mitsubishi Autohaus "Ernst W. Thomsen" gab uns die Möglichkeit, ein Elektroauto Probe zu fahren, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können. Außerdem bat uns das Ostsee-Autohaus von Smart eine Probefahrt mit einem E-Bike an, die unseren Horizont, was die elektrische Mobilität angeht, erweitert hat. Um zu erfahren, wie sich die neuen Technologien im längerfristigen Gebrauch eignen, haben wir versucht, den Kontakt zu örtlichen Firmen zu finden. Wir hatten ein Interview mit ABK und ein Telefonat mit Ulf Groos (Leiter der "Fuel Cell Systems" Gruppe am Frauenhofer Institut). 2. Wir haben eine Umfrage zum Thema Mediennutzung, Sprache, Freizeitgestaltung und Kontakt zu älteren Menschen bei Grundschülern (Klasse 3+4) und Gymnasiasten (Klasse 5, 7, 8, 11, 12) durchgeführt. Unser Ziel war es, anhand unserer Ergebnisse Aussagen zu den Trendentwicklungen der Mediennutzung in Abhängigkeit von Alter und Generation treffen zu können. Anreiz hierzu war unter anderem unsere Feststellung, dass immer jüngere Menschen einwandfrei mit Medien umgehen können, während ältere Generationen diese oftmals eher als Belastung empfinden. Beim Auswerten der Umfragen ist uns aufgefallen, dass definitiv ein Umbruch im letzten Jahrzehnt zu verzeichnen ist, den wir mit eigener Erfahrung begründen können. So haben wir, die jetzt im Durchschnitt 17 Jahre alt sind, unsere ersten Handys in der 5. Klasse, also bei Eintritt in die weiterführende Schule in einem Alter von 11 Jahren erhalten. Die befragten jüngeren Schüler verdeutlichten eine andere Tendenz: sie erhalten ihre ersten Mobiltelefone in der Regel bereits kurz nach oder bei Eintritt ins Schulleben. Spätestens kurz nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule wird das erste Handy, welches mit unseren „einfachen“ Telefonen von damals vielfach nicht vergleichbar ist, von neusten Smartphones abgelöst, deren Wert oft sogar die 150 Euro Marke überschreitet. Hinzu kommt eine starke Veränderung des Anwendungsbereiches. Wir haben unsere damaligen Handys nur im Notfall zum Telefonieren oder SMS schreiben benutzt, heutzutage werden die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten eines Handys deutlich früher und intensiver genutzt. Ähnlich massive Veränderungen haben wir auch im Bereich der Freizeitgestaltung und Computernutzung, aber auch im Erlernen von Sprachen beobachtet. Gerade im Hinblick auf die Globalisierung ist uns aufgefallen, dass der Stellenwert der englischen Sprache immer mehr an Gewicht gewinnt, da oft bereits im Kindergarten begonnen wird die Sprache in einfachen Zügen zu erlernen. Allerdings sind des Weiteren starke Niveauunterschiede und Anforderungen erkennbar, sodass es für weiterführende Schulen schwierig ist, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Es sollte also ein Ziel für die Zukunft sein auch schon in diesem jungen Alter einheitlichere Maßstäbe und Methoden einzuführen. Um unsere Ergebnisse zu vervollständigen, hatten wir geplant, ebenfalls eine angepasste Umfrage bei älteren Menschen (vorzugweise in einem Seniorenheim, sonst auf der Straße) durchzuführen. Hier war es für uns leider sehr schwierig ähnlich breit aufgestellte Ergebnisse zu erhalten, da uns die Befragung in einem Altersheim verwehrt wurde, was unter anderem leider auch darauf zurückzuführen ist, dass wir erst Mitte Februar mit dem Projekt beginnen konnten. Der Besuch eines Altersheims hätte eine längere Planungsphase erfordert. Außer Acht lassen wollten wir diesen Aspekt jedoch nicht, weshalb wir einerseits ältere Menschen aus unserem Umfeld befragten und andererseits ein Interview mit einer Familie führten, welche mit drei Generationen in einem Haus lebt. Dieses haben wir in einem Kurzfilm festgehalten. Wir beschäftigten uns ebenfalls mit der Intensivität sowie Quantität des Kontaktes zwischen „Alt und Jung“. Hier sahen wir einen in unseren Augen negativen Trend: die Kommunikation zwischen den Generationen nimmt ab, da sich nur noch wenig Kongruenzen im Leben von „Jung und Alt“ finden lassen. Hieraus resultieren oftmals Missverständnisse und möglicherweise ein Generationenkonflikt. Wir denken, dass unter anderem durch den unterschiedlichen Umgang mit Medien und Sprache (z.B. durch übermäßig verwendete Anglizismen) dieses Auseinanderleben vorangetrieben wird. Wir sehen allerdings gerade in diesem Punkt das Potenzial, die Generationen wieder zusammenzuführen. Aufgrund des demografischen Wandels, der einen zunehmenden Anteil an Senioren in der Bevölkerung zur Folge hat, ist eine solche Annäherung notwendig, um ein soziales Gleichgewicht in der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und gemeinsame Interessen zu fördern. Unterschiedliche Stärken und Potenziale verschiedener Generationen müssen genutzt werden, um ein Optimum der lebenswerten Gesellschaft zu erzielen. So könnten ältere Menschen von den Kenntnissen der Jüngeren in den Bereichen Medien und Sprache profitieren, während Jüngere von den Lebenserfahrungen der Älteren profitieren. Außerdem kann dem Wohnungsnotstand vieler Großstädte Abhilfe geschaffen werden, wenn ältere Menschen, die ein großes Haus/große Wohnung besitzen, das sie selbst nicht mehr vollständig nutzen, jungen, wohnungssuchenden Menschen günstig zur Verfügung stellen. Diesem Gedanken entsprechend sind wir auf das Projekt „Hand gegen Koje an Land“ des Schleswig-Holsteinischen Studentenwerks gestoßen, welches diese Idee realisiert. Im Zuge unserer Ausarbeitung führten wir zum einen ein Gespräch mit der Kieler Projektleiterin des Studentenwerkes Schleswig-Holstein und zum anderen mit einem Wohnpartnerpaar und betrieben Internetrecherche über ähnliche Projekte des Mottos „Wohnen für Hilfe“, die in Deutschland in insgesamt zwanzig Städten wie Freiburg, München und Köln etabliert sind. Anfangs hatten wir uns unter diesen Projekten nur ein Zusammenleben von Jung und Alt vorgestellt, mussten unsere Einschätzung allerdings dahingehend ändern, dass dieses Projekte keinesfalls, wie wir es erwartet hatten, auf diese "Extremgruppen" von Alt und Jung beschränkt sind, sondern von großer Individualität geprägt werden. So führten wir zum Beispiel ein Gespräch mit einem Wohnpartnerpaar, in welchem die ausländische Studentin nur zwei Jahre jünger war, als die fünfundvierzigjährige alleinerziehende Mutter einer vierzehnjährigen Tochter. Wohnen für Hilfe eignet sich für jeden, der die Offenheit und Möglichkeit besitzt, sich auf diese neue Erfahrung einzulassen und auch bereit ist Vorurteile oder Skepsis gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen zu vergessen und sich hoffentlich eines Besseren belehren zu lassen. Von Projektteilnehmern hört man sehr positive Erfahrungen. Die große Individualität dieser Projekte wird auch dadurch deutlich, dass die geforderte "Mietzahlung" von einer Arbeitsstunde im Monat pro Quadratmeter Wohnfläche ganz nach den Vorlieben des Wohnpartnerpaars gehandhabt werden kann. Von Musizieren über Spazierengehen bis hin zu Hausarbeit und Hilfe im Umgang mit Medien und Sprache sind dem Wohnpartnerpaar keine Grenzen gesetzt, lediglich Pflegedienste sind ausgeschlossen. Wir wurden im Zuge unsere Projektarbeit immer wieder überrascht und haben festgestellt, wie viele unterschiedliche Faktoren unsere Arbeit beeinflussten und wie vielseitig unsere Arbeit letztendlich wurde.

Themenkreise

Lebensräume gestalten , Mitbestimmen - Mitgestalten , Mobilität , Allgemein, übergreifend

Zielsetzung

Planung und Gestaltung der Zukunft der Städte

Max-Planck-Schule
Winterbeker Weg 1, 24114 Kiel
Landkreis: Kiel
Telefon: 0431-6499280
E-Mail: Max-Planck-Schule.Kiel@schule.landsh.de
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