Vorbeugender und abwehrender Brandschutz als Element der sozialen Infrastruktur

an der Schule: Jacob-Struve-Schule Gemeinschaftsschule

Projektinfos

Klaus Rahlf Erfolgreiche Brandschutzerziehung für Jugendliche (15 - 17 Jahre alt) Schüler der 9. und 10. Klassen lernen die Grundlagen des Brandschutzes „Vorbeugender und abwehrender Brandschutz aus physikalischer, chemischer und technischer Sicht“. So lautet der Titel des fächer- und jahrgangsübergreifenden Wahlpflichtkurses, den seit 2003 jedes Jahr 16 Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaftsschule „Jacob-Struve-Schule“ in Horst/Holstein im Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein, wählen können. In diesem Unterricht mit theoretischen und praktischen Inhalten lernen die Teilnehmer vom Kursleiter die themenbezogenen Grundlagen aus den Bereichen Physik, Chemie und Technik. Möglich wurde diese Vorgehensweise durch den seltenen Umstand, dass der Lehrer Klaus Rahlf sowohl Feuerwehrmann als auch Fachmann für die naturwissenschaftlichen Fächer mit Schwerpunkt Physik ist. Seit 1971 durchlief er als Mitglied der Feuerwehren Burg auf Fehmarn, Kellinghusen und Horst alle Stationen einer Feuerwehrlaufbahn: Zugführer, Kreisausbilder für Truppmann/Truppführer und Gefährliche Stoffe und Güter, bis hin zum Wehrführer. Seit zehn Jahren verbindet er erfolgreich sein ehrenamtliches Engagement mit dem Beruf. Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen müssen zu Beginn eines jeden Schuljahres zwei Wahlpflichtkurse auswählen. Es werden jedes Jahr ca. 20 Kurse angeboten, von denen je nach Teilnehmerzahl 10 bis 12 auch tatsächlich durchgeführt werden. Der „Brandschutzkurs“ ist seit zehn Jahren stets ausgebucht mit 16 Teilnehmern. Diese Zahl ist dem Platzangebot in zwei Löschgruppenfahrzeugen der Feuerwehr geschuldet, damit im praktischen Teil jeder seine Aufgabe optimal erfüllen kann. Der Kurs setzt sich zusammen aus theoretischen und praktischen Inhalten. Der Kurs beginnt mit der Besprechung von Brandursachen, die in einer Mindmap von den Schülern präsentiert werden müssen. Als Ursache von Bränden werden Oberbegriffe schwerpunktmäßig festgehalten: Technische Ursachen, Tiere als Brandstifter, Fahrlässigkeit, Selbstentzündung, Brandstiftung und natürliche Ursachen. Zum Teil werden hierzu jeweils Versuche gemacht. Zum Beispiel: - Demonstration der Blitzentstehung mit Hilfe eines Hochspannungstransformators und der daraus folgernden Schutzmaßnahmen für den Menschen, Besprechung des FI-Schalters und allgemeinen Hochspannungsschutzes im Haus - Selbstentzündung von Stoffen: Ein erbsengroßes Stück reinen Natriums auf einem Stück Filterpapier in einer feuerfesten Gaswanne - Glühen von Eisendraht bei steigender Stromstärke als Beispiel für Überhitzung von Kabeln bei Überlastung - Bügeleisen als Beispiel für Wärmeleiter und Wärmestrahler Jedes Feuer fängt einmal klein an und entwickelt sich zum Vollbrand jedweder Größe. Hierbei gibt die Einheitstemperaturkurve (ETK) wertvolle Hinweise für den Verlauf eines Brandes. Entscheidend für die Intensität kann dabei der Flash Over sein, der unmittelbar vor dem Vollbrand unter bestimmten Bedingungen seine Kraft entfaltet. ? Filmische Beispiele findet man auf YouTube in vielfältiger Form! Aspekte des vorbeugenden Brandschutzes Ein Feuer kann durch die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes und die Beachtung der DIN-Normen verhindert werden. Das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen wird im Kurs thematisiert, in dem die Unterschiede zwischen beiden Begriffen herausgearbeitet werden und mit der Einteilung der Baustoffe bezüglich ihrer Brennbarkeit ergänzt werden. Die Bezeichnungen Hochhaus, hohes Haus, offene und geschlossene Bauweise, Brandabschnitte, Zuwegungen etc. werden anhand der Begehung und Erklärungen im eigenen Schulgebäude anschließend von den Schülern ganz anders gesehen. Am Ende dieses Abschnittes sind die LBO (Landesbauordnung), T 30 (30-minütige Feuerwiderstandsdauer bei einer Tür), Zufahrtswege, Aufstellflächen für die Feuerwehr keine unbekannten Begriffe mehr. In dieser Beziehung ist das Vorhandensein von Rauchmeldern wichtig, denn wenn trotz aller baulicher Maßnahmen doch ein Brand ausbricht, ist die schnelle Warnung der Bewohner entscheidend. In einer Doppelstunde werden die Funktion und der Einsatzbereich von Rauchmeldern besprochen. Da die Schüler die Grundlagen der Elektrizitätslehre meist kennen, werden die Wirkungsweise von Senderdiode und Empfangselektronik erklärt und an ausgedienten Meldern (Von einer Brandschutzfirma erbeten!) begriffen, wenn diese demontiert und wieder zusammengebaut werden. Gleichzeitig werden die Gesetzmäßigkeiten der geometrischen Optik mit dem Reflexionsgesetz ?=ß 1 wiederholt. Die persönlichen Verhaltensweisen eines jeden beim Feuer im eigenen Haus werden durch die Gefahren des Brandrauches problematisiert. 1 Der Einfallswinkel ist genauso groß wie der Reflexionswinkel Der passende Film zum Thema „Wie entkomme ich lebend“ ist über die Unfallkassen der jeweiligen Länder erhältlich. Ist genügend Zeit vorhanden, so bietet sich der Eigenbau eines Temperaturmelders an, der mit einem Bimetallstreifen oder einem Wachsteilchen zwischen den Enden einer hölzernen Wäscheklammer mit metallisch blanken Reißbrettstiften an den Enden (Jeweils als Schalterelement) schnell realisiert werden kann. Die Rolle der Funktechnik im Unterricht Für die Alarmierung der Feuerwehr ist heute die Funktechnik unverzichtbar. Spätestens wenn der Kursleiter plötzlich durch den Alarmton seines Melders am Gürtel zu einem Einsatz gerufen wird (was im Jahr mehrfach vorkommt!), taucht die Frage auf: Wie geht das? Um dies zu erklären, werden im Unterricht die verschiedenen Übertragungstechniken mit ihren physikalischen Grundlagen wie Schwingkreis, Antennen als offener Schwingkreis, elektromagnetisches Wellenspektrum usw. ebenso angesprochen wie die vorherigen Grundlagen der Begriffe Frequenz mit der Einheit Hertz, Amplitude, Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit, Wellenlänge usw.. Diese Kenntnis versetzt die meisten in die Lage, die Wellenlängen für verschiedene Frequenzen zu berechnen, um so zu verstehen, warum man bei der Feuerwehr von 2m- und 4m-Band-Funkgeräten spricht. Wellenlänge = Lichtgeschwindigkeit : Frequenz (Unterband). Nachdem die Schüler das deutsche Buchstabieralphabet kennengelernt haben, endet dieser Unterrichtabschnitt mit dem Highlight einer praktischen Funkübung mit den 2m-Handfunksprechgeräten der örtlichen Feuerwehr Horst. Dazu werden aus der Funkzentrale der Wache als außerschulischer Lernort die Aufgaben per Funk an die Teilnehmer ausgegeben, die sie dann in Gruppen zu dritt abarbeiten müssen. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie akkurat, konzentriert und ergebnisorientiert sie dabei arbeiten und sehr schnell lernen, was Funkdisziplin bedeutet. ? Bild Funkübung Wie die Funktechnik professionell genutzt wird, erfahren die Schüler beim Besuch der KRLS (Kooperative Rettungsleitstelle) in Elmshorn, wo die Notrufe für Polizei und Feuerwehr aus drei Landkreisen mit ca. 500.000 Menschen auflaufen. Die Lernenden der Smartphone-Generation sind regelmäßig beeindruckt von der fast papierlosen Leitstelle, wo die Disponenten die Monitore, Touchscreens und Computer bedienen und die unterschiedlichsten Hilfeersuchen aus der Bevölkerung stressresistent abarbeiten können. Verknüpft ist der Besuch mit der Besichtigung der im gleichen Hause befindlichen Rettungswache, wo der RTW und das NEF (Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug) erklärt und zum Teil tatsächlich begriffen werden können. Aus diesem Besuch ergeben sich für die Schüler ein vertieftes Verständnis und eine ganz andere Sichtweise für das Wählen des Notrufes und dessen Auswirkungen in der Folge. Erste-Hilfe-Schulung mit möglicher Bescheinigung Alle Teilnehmer absolvieren eine Erste-Hilfe-Schulung, dessen Bescheinigung sie für ihren späteren Führerschein nutzen können. Diese Unterweisung wird durchgeführt von einem Lehrrettungsassistenten der Feuerwehr Horst. Währenddessen haben die Schüler die Aufgabe, selbstständig das Wichtige mitzuschreiben, um ausreichend Lernmaterial für den Abschlusstest zu haben. Nur wer später den 1.Hilfe-Test mit der Note befriedigend schreibt, erhält die begehrte Bescheinigung. Eine praktische Besonderheit ist gegen Ende des Unterrichtstages das Löschen einer brennenden Person mit einer herkömmlichen Baumwolldecke. Dazu steht ein Metalltorso zur Verfügung, dessen Oberbekleidung mit einer brennbaren Flüssigkeit in Brand gesetzt wird. „Man muss es nur schnell genug machen, dann ist es ganz einfach!“ so häufig die Aussagen der Akteure. Die Verbrennungslehre Der umfangreiche „chemische“ Teil des Unterrichts beinhaltet die Basis der klassischen Verbrennungslehre, vertieft durch einzelne spezielle Versuche wie das Abfackeln der pyrolysen Gase aus Holzspänen oder Explosion von Wasserstoff zum Kennenlernen der oberen und unteren Explosionsgrenze. ? Bild: Pyrolyse des Holzes Das klassische Verbrennungsdreieck bildet die Grundlage zum Verständnis des Löschvorganges. Der Entzug eines der drei Voraussetzungen eines Feuers kann mit den einschlägig bekannten Versuchen eindrucksvoll demonstriert oder in Schülerversuchen durchgeführt werden. Da man nicht jedes Feuer mit Wasser löschen kann (z.B. Petrischale mit brennendem Benzin in größerer Glaswanne mit wassergefüllter Spritzflasche vergeblich löschen), kommt man zu den Brandklassen und den jeweiligen Löschmitteln dafür. Hier gibt es Versuche, die die Wirksamkeit im Einzelfall eindrucksvoll zeigen. Die entsprechenden Schülerversuche münden nach einer theoretischen Einweisung im praktischen Teil in der Handhabung von Feuerlöschern in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Horst. Wenige, kurze Pulverstöße zum Löschen eines Feuers zeigen den Teilnehmern die Vorteile des antikatalytischen Löscheffektes. Spraydosenzerknalle und beeindruckende Fettexplosionen ergänzen diesen Teil. Außerschulische Lernorte Wie die professionellen Brandbekämpfer arbeiten, erfahren die Schüler während des Besuches der Feuerwache der BF Hamburg in Stellingen, wo ein Berufsfeuermann nicht nur Rede und Antwort steht sondern natürlich auch alle Fahrzeuge und Gerätschaften zeigt. Die Unterschiede zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr haben die Teilnehmer vorher erarbeitet. Für einige ist es schon eine Herausforderung, sich mit einer Drehleiter auf 25m Höhe zu begeben. Wenn sie sich dann erinnern, dass ein Hochhaus ab 22m ein getrenntes Sicherheitstreppenhaus haben muss, erkennen die Schüler spätestens jetzt den Sinn dieser Norm, besonders vor dem Aspekt, dass man nicht beliebig lange Drehleitern bauen kann. Verbunden wird diese Exkursion nach Hamburg mit der Besichtigung des FIZ (Feuerwehr-Informations-Zentrum) in der Hauptfeuerwache am Berliner Tor. Die eingefleischten und erfahrenen Betreuer verstehen es immer wieder auch die Neunt- und Zehntklässler mit besonderen Demonstrationen und Mitmach-Aktionen in ihren Bann zu ziehen. Höhepunkt und Abschluss des Kurses ist die praktische Arbeit mit den Geräten der Feuerwehr. Mehrere Male werden die Aufgaben und Arbeiten in einer Gruppe im Löscheinsatz geübt bevor in einer großen Abschlussübung mit integrierter Räumungsübung der gesamten Schule die jungen „Fire Fighter“ ihre Fähigkeiten zeigen müssen. Als etwas Besonderes tragen die Teilnehmer die schuleigenen Einsatzuniformen, Helme und Handschuhe, die für jeden vorhanden sind. Gespendet wurden die nicht mehr für den Einsatzdienst tauglichen Ausrüstungsgegenstände von den Wehren Kellinghusen und Horst, in denen der Kursleiter aktives Mitglied ist. Ferner haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein persönliches, dunkelblaues T-Shirt mit Emblem der Schule und des Brandschutzkurses zu erhalten, was auch gern außerhalb des Unterrichtes zur Schau getragen wird. Am Ende dieses einjährigen Wahlpflichtkurses steht die Überreichung einer Urkunde, die jeden als „Brandschutz- und Ersthelfer der Jacob-Struve-Schule“ ausweist. Fazit und Erfahrungen Während die meisten Brandschutzerzieher ihre Unterrichte in Kindergärten, Vor- und Grundschulen durchführen, um auf die Gefahren und Verhaltensweisen beim Ausbruch eines Feuers aufmerksam zu machen, ist der Wahlpflichtkurs „Brandschutz“ für 15 – 17jährige konzipiert. Wie Gerhold Brill, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses des DFV und der vfdb, auf dem letzten BEBA-Forum in Filderstadt hinwies, sind mit der zunehmenden Überalterung auf dem flachen Lande die Probleme der Feuerwehren größer geworden, geeigneten Nachwuchs zu gewinnen. Hier hilft der Kurs in der Gemeinschaftsschule Horst mit, diesen zu akquirieren, denn in den letzten zehn Jahren sind etliche Schüler in die Wehren Horst und Umgebung eingetreten, wo sie mit der brandschutztechnischen Vorbildung gern genommen wurden. Der Kurs umfasst ca. 30-36 Doppelstunden a´90 min, je nach den organisatorischen Vorgaben der Schule. Die Kombination von Physiklehrer in der Sekundarstufe 1 und kompetentem Feuerwehrmitglied in einer Person wird es sicherlich eher selten geben. Trotzdem können auch Nichtpädagogen Elemente des Unterrichtes blockweise nutzen, um in ihrem Bereich auf ähnliche Weise an die Jugendlichen heranzutreten. Die Schüler erleben hierbei hautnah sofort die Sinnhaftigkeit, wofür das Gelernte gut ist. So können zum Beispiel mit dem Funkbeauftragten der Feuerwehr die Grundlagen der Funktechnik besprochen werden und im Anschluss eine einfach gehaltene Funkübung mit 2m-Funkgeräten in der näheren Umgebung der Wache durchgeführt werden. Die Kenntnis des deutschen Buchstabieralphabetes eröffnet Buchstabieraufgaben. Hierbei ist die Funkdisziplin unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher Zusammenarbeit. Vertreter von Feuerlöscher- und Wartungsfirmen bieten die Möglichkeit mit einem Gas-Löschtrainer ein simuliertes Feuer darzustellen. Dieses mit soeben ausgesonderten Feuerlöschern zu löschen, ist sicherlich ein Highlight im Unterricht. Die verschiedenen Brandklassen und die richtigen Löschmittel dafür müssen vorher besprochen werden. In Verbindung mit den Chemie- und Physiklehrern einer benachbarten Schule lassen sich etliche Versuche realisieren: - Gefahren des elektrischen Stromkreises - Hochspannungsversuche, Funkenüberschlag als Auslöser eines Brandes (Gewitter) - Löschen mit CO2 in einer Wanne mit verschieden hoch angebrachten Kerzen etc. Im Lehrplan der Schulen sind Hinweise für die Behandlung des Sauerstoffes in Reaktionen: Heiße und kalte Oxidation von Materialien ? Verbrennungslehre Unterschiede zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr lassen sich mit einem Besuch/Besichtigung/Einweisung etc. bei einer benachbarten Wache der BF sicherlich problemlos herausarbeiten. Der hohe praktische Anteil am Unterricht und die Exkursionen steigern die Attraktivität des Kurses. Er ist ein entscheidender Beitrag für die Beurteilung der persönlichen Sicherheit im Leben und Lebensumfeld. Die notwendige Teamarbeit dabei ist ein Element der individuellen Entwicklung. Wenn in diesem Zusammenhang die geleisteten Tätigkeiten in der Brandschutzerziehung durch Medienbeiträge und Publikationen nach außen getragen werden, so profiliert sich nicht nur die Schule, sondern jeder, der sich in der Arbeit mit Schülern dieser Altersklasse engagiert. Ist der gute Ruf erst einmal aufgebaut, zeigen sich auch andere interessiert, ähnliches nachmachen zu wollen (Multiplikatorenwirkung). Wenn - wie im vorliegenden Fall- die persönlichen Leistungen im Bereich der schulischen Brandschutzerziehung vom LFV und DFV gewürdigt werden, motiviert das natürlich zum uneingeschränkten Weitermachen.

Startdatum: 01.08.2003
Enddatum: 31.07.2017

Themenkreise

Allgemein, übergreifend

Zielsetzung

Schüler der 9. und 10. Klassen lernen die Grundlagen des Brandschutzes

Finanzierung

Das gesamte Projekt finanziert sich aus dem schuleigenen Lehr- und Lernmitteletat in der Größenordnung von 100 - 200,-€ pro Jahr. Die Aufwendungen der beteiligten Feuerwehr Horst werden von der Gemeinde übernommen. Ausrüstungsgegenstände jeglicher Art wurden von den Feuerwehren der Umgebung gespendet.

Erfolge

1) Seit über zehn Jahren läuft dieser WPK mit gleichbleibendem Erfolg: Stets voller Kurs, begeisterte und motivierte Schüler 2) Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr und die Zurverfügungstellung aller Armaturen und Fahrzeuge ist integraler Bestandteil und klappt hervorragend. 3)Während die meisten Brandschutzerzieher ihre Unterrichte in Kindergärten, Vor- und Grundschulen durchführen, um auf die Gefahren und Verhaltensweisen beim Ausbruch eines Feuers aufmerksam zu machen, ist der Wahlpflichtkurs „Brandschutz“ für 15 – 17jährige konzipiert. Wie Gerhold Brill, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses des DFV und der vfdb, auf dem letzten BEBA-Forum in Filderstadt hinwies, sind mit der zunehmenden Überalterung auf dem flachen Lande die Probleme der Feuerwehren größer geworden, geeigneten Nachwuchs zu gewinnen. Hier hilft der Kurs in der Gemeinschaftsschule Horst mit, diesen zu akquirieren, denn in den letzten zehn Jahren sind etliche Schüler in die Wehren Horst und Umgebung eingetreten, wo sie mit der brandschutztechnischen Vorbildung gern genommen wurden. 4)Das Konzept der Brandschutzerziehung findet landesweit und bundesweit Anerkennung: - Mehrfache Darstellung der Inhalte in Workshops auf dem 2.Forum Brandschutzerziehung Schleswig-Holstein am 25.05.2013 in Albersdorf, Kreis Dithmarschen - Viermalige Darstellung der Inhalte in Workshops auf dem bundesweiten Symposium Forum Brandschutzerziehung und -aufklärung 2013 in Filderstadt, 8. und 9.November 5)Mehrere Brandschutzerzieher aus dem Bundesgebiet haben nach Veröffentlichungen in überregionalen Publikationen Interesse bekundet und greifen auf die zur Verfügung gestellten Unterlagen für ihre Unterrichte zurück. (Feuerwehr Stadt Hennef (Nähe Bonn), Jugendfeuerwehr Poppenbüttel (Stadt Hamburg), Feuerwehr Elmshorn) 6)Der Kursleiter ist Gewinner des Herta-Patzig-Preises 2011 für die beste Brandschutzerziehung Verleihung am 21.9. 2012 an Klaus Rahlf im Rahmen des Festaktes „25 Jahre Brandschutzerziehung in SH“, Kiel, durch den Landesfeuerwehrverband, dotiert mit 1250,-€

Hindernisse, Risiken

Große Probleme gibt es keine. Terminabsprachen erfordern eine sehr vorausschauende Planung, besonders bei außerschulischen Lernorten. Die Unfallverhütung im Umgang mit Feuerwehrarmaturen wird befolgt.

Ideen zur Ausweitung

Fortführung des Unterrichtskonzeptes auf hohem Niveau. Weiterer Ausbau der Vernetzung mit anderen Brandschutzerziehern im Kreis und darüber hinaus. (Kreisfeuerwehrverband möchte das Konzept in die Brandschutzerziehung mit einfließen lassen) Weiterhin intensive Pressearbeit zur Steigerung des Schulprofils der Jacob-Struve-Schule.

Jacob-Struve-Schule Gemeinschaftsschule
Heisterender Weg 19, 25358 Horst
Landkreis: Steinburg
Telefon: 04126-38251
E-Mail: Jacob-Struve-Schule.Horst@schule.landsh.de
» mehr Infos zur Schule