Bienenhaus

an der Schule: Grund- und Gemeinschaftsschule der Gemeinde Mildstedt in Mildstedt

Projektinfos

Bienenhaus mit Beobachtungsgang im Wabenstil

 

Planung:

Aus dem beiliegenden Bericht von Herrn Westphal können Sie entnehmen, welche Bedeutung die Schulimkerei in unserer Schule erlangt hat.

Auch Schüler benachbarter Schulen und Lehrer in der Fort- und Ausbildung genießen das Angebot.

Im Durchschnitt begrüßen wir im Jahr ca. 150 Lehrer, über 500 Schüler

und über 1000 Gäste!

Im Jahr 2006 erhielten wir hierfür die Auszeichnung Zukunftsschule (Stufe 3).

Die Unterbringung der Bienenstöcke war in den letzten Jahren schwierig, da wir durch Vandalismus und durch starke Windstöße Verluste beklagen mussten. Der Wunsch nach einem Bienenhaus nahm zunehmend mehr Gestalt an. In der Planungsphase, in der auch die Schüler einbezogen waren, ergab sich der eigenwillige Entwurf des Gebäudes. Die Unterbringung und die Beobachtung der Bienen stechfrei baulich miteinander zu verbinden standen im Vordergrund. Bienen stellen aber auch bestimmte Anforderungen und reagieren sehr empfindlich auf so genannte Umweltgifte. Das ökologische Bauen, besonders mit Lehm, wird seit mehreren Jahren mit den Schülern geübt und stets im Angebot erweitert. Das Bauen mit Strohballen und mit Lehmputz ist eine alte historische Technik, aber für uns eine neue, weitere Herausforderung. In der Anlage können Sie weitere Details entnehmen.

Um die Größenordnungen realistisch zu erfassen haben wir nach einigen Änderungen auf dem „Baugrundstück“  10 cm tiefe „Fundamentstreifen“ ausgehoben (s. Foto………).

Hiernach erfolgte der Bau des Modells (s. Foto …………)

Für die Umsetzung der Baumaßnahmen haben wir die besten Voraussetzungen: Unser Bürgermeister ist Tiefbauingenieur, unser Hausmeister Bautechniker und die beiden Fachlehrer besitzen neben einer handwerklichen Ausbildung die Fakultas im Bereich Technik. Außerdem hat Herr Hingst einige Jahre lang mit Artefakt Projekte entwickelt und nahm in Bayern an einem Spezialkursus „Schindel machen und verlegen“ teil. Weiterhin können wir mit der Hilfe einiger „Handwerker-Eltern“ rechnen.

Somit sind wir in der Lage, alle Arbeiten mit den Schülern zu verrichten.

Nur bei dem Bau der Fenster haben wir uns aus Gründen der Sicherheit für eine Werkstatt entschieden.

Die Baudauer wird sicherlich länger als ein Jahr dauern, aber das dürfte in der Absprache mit der BINGO- Lotterie kein Problem sein.

Die Realisierung der einzelnen Bauabschnitte wird ins Internet gestellt. Nach der Fertigstellung soll das Gebäude durch ein Bienenfest eingeweiht werden. Wir möchten dazu unseren Ministerpräsidenten Peter- Harry Carstensen einladen. Er wohnt nur etwa 15 km von unserer Schule entfernt.

 

 

 

 

 

Beschreibung der Bauphasen:

Die Beschreibung der Bauphasen ist chronologisch abgefasst, jedoch können einige parallel oder zum Teil in vertauschter Reihenfolge realisiert werden:

1.    Zuwegung anlegen……………………………………………………….     06

2.    Aushub für das Fundament ………………………………………………    12

3.    Leerrohre für die Versorgung einsetzen ………………………………….    05

4.    Ausnivellieren des Bauplatzes ……………………………………………   20

5.    Drahtkörbe aus den Q-Matten biegen und einsetzen ……………………..   15

6.    Beton mischen, einschütten, rütteln mit Flaschenrüttler                                        und bis auf Erdhöhe auffüllen……………………………………………  Ang    

7.    Erste Lage der H- Steine mauern ………………………………………..     06

8.    Einsetzen von 60iger K- Rohren für das spätere Verspannender                          Strohballen ……………………………………………..…………………    02                                

9.    Verfüllen der H- Steine …………………………………………………..     04

10.Zweite Lage der H- Steine mauern ………………………………………..   05

11.Torstahl einlegen …………………………………………………………..   02

12.Einsetzen der Betonanker ………………………………………………….   07

13.Einsetzen der Torstahlstehlen zur Arretierung der Strohballen ……………   01

14.Verfüllen der H- Steine …………………………………………………….   04

15.Vormauern der Verblendsteine …………………………………………….   15

16.Teerpappe auslegen …………………………………………………………  01

17.Ständer an den Betonankern befestigen, ausrichten und sichern……………  04

18.Rehmen (Außensechseck) ausklinken, zusammensetzen, auf                           Gehrung schneiden und vernageln …………………………………………... 03

19.Ständer und Rehmen mit BMF- Winkel befestigen …………………………. 02

20.Rehmen (Innensechseck) ausklinken, zusammensetzen, auf                                Gehrung schneiden und vernageln ……………………………………………04

21.Ständer und Rehm mit BMF- Winkel befestigen …………………………..    02

22.Schifter in den sechs Ecken heften, ausrichten und befestigen …………….    03

23.Kurze Schifter an den langen Schiftern auf Gehrung schneiden und befestigen………………………………………………………….…………   02                                

24.Alle weiteren Schifter nach Zeichnung heften, ausrichten und                befestigen…………………………………………………………………..      04

25.Alle Kopfbänder auf Gehrung schneiden und befestigen …………………      05

26.Dachschalung zuschneiden und aufnageln ………………………………..      40

27.Teerpappe zuschneiden und aufnageln …………………………………....      10

28.Ausparungen an den Ständern für das Gefachte ………………………..          10

29.Einsetzen der Latten für die gefachten Seiten …………………………….       04

30.Rahmenhölzer für Türen und Fenster einsetzen……………………………     06

31.Türen bauen, streichen und einsetzen ………………………………………    11

32.Streichen der Fenster ……………………………………………………….  Ang

33.Einsetzen und befestigen der Fenster ………………………………………. Ang

34.Maschendraht in U- Form biegen ……………………………………………  06

35.Verlegen der ersten 3 Schichten Ballenstroh ………………………………...  05

36.4mm Schweißdraht zu 100er Krampen biegen und die                                                    Seiten des Drahtgeflechts an den Strohballen befestigen…………..……… 02

37.Bau einer Minipresse, um Zwischengrößen der Ballen zu bekommen…………………………………………………………..………  12                                          

38.Siebanlage für den Lehm bauen und fleißig sieben und                                       das Siebgut in Säcken deponieren…………………………………………..  40

39.Gerüstbretter auf die dritte Schicht legen und Löcher                                       bohren ……………………………………………………………………….  04

40. Durch diese Löcher die drei Ballenschichten mit                                     Bambusstöckern vernageln…………………………………………………..  02

41.Einbringen von Leerrohren (Gartenschläuche) ……………….……………... 02

42.Verspannen mit Gurten ………………………………………………………  03

43.Restliche Schichten aufschichten und evtl. verspannen ……………………    03

44.Gurte lösen und entfernen ……………………………………………………  01

45.Leerrohre verstreichen ……………………………………………………….  01

46.Anbringen der Dachrinnen mit Fallrohren …………………………………..   12

47.Kanalisation verlegen ………………………………………………………..   02

48.Anschließen der Dachrinne an die Kanalisation …………………………..      01

49.Putzlehm anrühren …………………………………………………………… 22

50.Erste Putzlehm mit der Hand auftragen ……………………………………   120

51.Zweite und dritte Schicht auftragen ………………………………………..   150

52.Außenschicht mit Kalk- Kaseinschicht verstreichen……………………….     25

53.Im Innenbereich werden verschiedene plastische                                             Motive in die Lehmwand eingearbeitet, z. T. mit Engoben! ………………..   50

54.Aufnageln der gefachten Seiten …………………………………………….    35

55.Einsetzen der Querwände ……………………………………………………. 11

56.Pflasterung des Innenhofes …………………………………………………    20

57.Anbringen der Q- Matten im Außenbereich ………………………………..    02

58.Pflanzen der Buchshecke ……………………………………………………Ang

59.Rankgewächse pflanzen ……………………………………………………..   02

60.Auskoffern des Fußbodenbereichs …………………………………………… 04

61.Ausnivellieren mithilfe einer Kiesschicht …………………………………      08

62.Kiesschicht gut anstampfen…………………………………………………    02

63.Verlegen der leeren Flaschen als Isolierung ………………………………..    40

64.Lehmfußboden einbringen, stampfen, glätten und mit                                       Mustern verzieren ……………………………………………………………  60

65.Bau eines Tisches, auf dem die Bienenvölker stehen ………………………..  12

66.Fluglöcher gestalten ………………………………………………………….  06

67.Fluglöcher farblich kennzeichnen ……………………………………………  01

68.Kabel durch die Leerrohre ziehen, verdrahten und                                         anschließen………………………………………………………………….      05

69.Baustelle aufräumen und gestalten ………………………………………….   05

70.Während der gesamten Zeit arbeiten 2 Schüler mit                                                   dem Spezialwerkzeug, um Schindeln herzustellen (ca. 6000 Stück!) …….. Ang

71.Lattung mit Konterlattung festnageln ………………………………….         04

72.Schindeln legen und vernageln …………………………………………        70

73.Firstschindeln anbringen ………………………………………………..        60

74.Firstschindeln auf dem frei liegenden Rehm nageln ……………………       10

                                                                                       Summe:           1.020 Stunden

 

 

 

 

Das Schindeldach

Viele Menschen sind der Auffassung, dass Schindeldächer nur in Süddeutschland anzutreffen sind. Das ist ein Irrtum. Vielleicht liegt es daran, dass die Dachdeckungsform nicht so sehr auffällt.

In vielen Bereichen setzen wir uns mit historischen Techniken auseinander und versuchen diese wieder erneut zu etablieren, weil sie wesentliche Vorteile gegenüber der Umwelt besitzen wie z. B. Verwendung nachwachsender Rohstoff, nicht energieaufwändig in der Herstellung, keine Entstehung von Müll, einfach zu reparieren, stimmen optisch im Einklang mit der Umwelt.

Auch die Schindelbautechnik hatte in Norddeutschland eine große Tradition. Schüler können ohne Schwierigkeiten die Technik der Herstellung und des Verlegens erlernen.

Auch aus Gründen des Naturschutzes haben wir uns für diese Bautechnik entschieden. Die geschlagenen Schindeln sind nicht imprägniert (halten über 100 Jahre!). Verschiedene Wespen, Bienen und Hummeln benötigen unbehandeltes Holz – in der heutigen Zeit wenig vorhanden—für den Bau ihrer Nester und Brutmöglichkeiten.

Die lockeren, mehrschichtig überdeckenden Schindeln bilden Zwischenräume, die vielen Tieren Brut- oder Überwinterungsmöglichkeiten bieten wie z. B. Fledermäusen, Bilchen, Haselmäusen, diversen Insektenarten.ummelnHhHh

 

Themenkreise

Konsum & Ressourcen, Abfall, Kreisläufe , Ernährung , Lebensräume gestalten

Zielsetzung

Das Bienenhaus mit Beobachtungsgang im Wabenstil bietet den Bienenvölkern Schutz und den Schülern die Möglichkeit, die Bienen ohne Angst vor Stichen zu beobachten. Durch die Strohballenbauweise mit Lehm lernen die Schüler eine ökologische Bautechnik kennen, die durch hervorragende Eigenschaften im Sinne der Agenda 21 zukunftsweisend ist! .

Finanzierung

BINGO-Lotterie

Erfolge

Das gleiche wird in Bredstedt gebaut. Durch die Bauanordnung haben die Bienen das Bestreben gleich hoch zu fliegen. Dadurch wird die Bienenstichgefahr erheblich reduziert!

Hindernisse, Risiken

Genehmigung beim Kreisbauamt

Ideen zur Ausweitung

Vorzügliches Raumklima, dadurch wesentlich weniger Verluste.

Grund- und Gemeinschaftsschule der Gemeinde Mildstedt in Mildstedt
Kirchenweg 6b, 25866 Mildstedt
Landkreis: Nordfriesland
Telefon: 04841-66339711
E-Mail: verwaltung@schule-mildstedt.de
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