Übergänge gestalten – Kooperation der Emil-Nolde-Schule Bargteheide und den weiterführenden Schulen im Ort

an der Schule: Emil-Nolde-Schule Bargteheide

Projektinfos

Übergänge (Lebensräume) gestalten – Kooperation der Emil-Nolde-Schule Bargteheide mit den Kindergärten und den weiterführenden Schulen im Ort Den Übergang auf die weiterführende Schule ist für Schüler in vielerlei Hinsicht bedeutsam. Je besser er gelingt, umso größer ist die Chance auf Erfolg in der Schule – unabhängig von der Schulform. Als fester Bestandteil von Bildungsprozessen bieten Übergänge Chancen. Neue Erfahrungsräume, Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungsspielräume werden eröffnet und somit ist die Möglichkeit gegeben Potenziale freizusetzen. Während eine gelungene Bewältigung eines Überganges als Bereicherung und Erweiterung der eigenen Kompetenzen empfunden wird, kann ein Übergang, der mit Ängsten und Belastungen verbunden ist zu Stresssymptomen bis hin zu Brüchen im Bildungsverlauf (Schulabbrecher, Absentismus u.ä.) führen. Immer wieder wird der Übergang in die weiterführenden Schulen als Bruch im Blick auf Beziehungen, Lernformen, Verhaltensregeln und Erwartungen beschrieben. In der Psychologie zählen Übergänge, Transitionen in der Fachsprache, als kritische Lebensereignisse, Ereignisse, die das gesamte Leben positiv oder negativ beeinflussen können, je nachdem wie diese Meilenstein-Ereignisse verarbeitet werden. Zur Vermeidung oder wenigstens zur Minimierung der Belastung von Kindern durch Übergänge ist es nötig, Übergänge sanft zu gestalten. Ein Übergang ist damit nicht nur allein Aufgabe des Kindes und der Familie: „Die Kompetenz, den Übergang in eine weiterführende Schule erfolgreich zu bewältigen, erweist sich damit als Kompetenz nicht eines Kindes alleine, sondern des sozialen Systems aus Bildungseinrichtungen und Familie.“ (Griebel/Hiebl 2010) Das haben wir verstanden und richten unsere pädagogische Arbeit auch auf diesen Aspekt. Dazu arbeiten wir eng mit den Kindergärten im Ort zusammen. Es finden jährlich Besuche der zukünftigen Schüler statt, die an der Psychomotorikstunde teilnehmen dürfen. So lernen die zukünftigen Schüler die Örtlichkeit kennen und werden den Lehrkräften vorgestellt. Das schafft Vertrauen und baut Ängste ab. Die Erzieherinnen tauschen sich mit den Grundschullehrkräften über die Kinder aus und eine Grundschullehrkraft besucht die Kinder im Kindergarten und spricht mit ihnen. Die Eltern werden mit ihren Kindern zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, an dem sich die Emil-Nolde-Schule vorstellt und ihre pädagogische Arbeit präsentiert. Bei Angeboten und Aktionen werden die zukünftigen Schüler mit einbezogen und beteiligt. Das schafft Vertrauen und ermöglicht den Kindern schon jetzt Kontakte zu knüpfen und ggf. Schüler zu treffen, die man sogar schon kennt. Auch den Viertklässlern steht ein Wechsel bevor und wir wünschen uns, dass dieser Wechsel möglichst ohne Probleme gelingt. Darum geben wir unseren Viertklässlern seit bereits 5 Jahren im zweiten Schulhalbjahr die Möglichkeit Fünftklässler der weiterführenden Schulen im Ort einzuladen und ihnen die Fragen zu stellen, die ihnen auf der Seele brennen. Wir waren am Anfang überrascht, was den Schülern alles Angst machte. Von der Angst die Toilette nicht rechtzeitig zu finden, weil das neue Gebäude noch fremd ist, die Angst, von älteren Schülern geärgert und geschlagen zu werden über Ängste den Leistungsanforderungen nicht gerecht zu werden. Zu all dem formulieren die Schüler Fragen für das Interview, allein dies ist schon eine Herausforderung, denn es stellt sich schnell heraus, dass es „gute“ und „schlechte“ Fragen gibt. „Sind die Lehrer nett?“ ist schwer zu beantworten, weil hier nur eine subjektive Antwort gegeben werden kann, genauso wie die Frage „Gibt es viele Hausaufgaben?“, denn diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. So ist das „Fragen finden“ schon in der Vorbereitung ein Lernschritt, denn Ängste und Sorgen müssen in Fragen verpackt werden, auf die es zufriedenstellende Antworten gibt und allein durch diesen Vorgang findet schon eine Bewusstmachung der eigenen Ängste statt. Dann kommen die eingeladenen Schüler, die Kleingruppen setzen sich an verschiedenen Plätzen zusammen und das Interview beginnt. Oft sind es ehemalige Schüler der Schule, die nun stolz darauf sind als Experten gefragt zu sein und sich gern den Fragen der Schüler stellen. Während des Interviews werden Notizen gemacht, um im Nachhinein ein Plakat mit Informationen über die zukünftige Schule erstellen zu können. Wichtig ist es uns, dass wir Fünftklässler einladen, denn für diese Schüler ist der Wechsel auf die weiterführende Schule noch präsent, so dass sie in der Lage sind emphatischer auf die Sorgen der Interviewer einzugehen. Als Dankeschön entlassen wir die Experten mit einer Tüte Süssigkeiten und einem Applaus. Nun beginnt die Arbeit an den Plakaten und die Recherche im Internet, um ggf. noch weitere Informationen über die Schule zu finden. Am Ende findet ein Abschlussgespräch mit den Schülern statt. Bisher war der Tenor der Rückmeldungen gleich: Alle Schüler fühlten sich nach der Expertenbefragung sicherer und von vielen Ängsten befreit. Für uns ein Signal dieses Projekt auch weiterhin durchzuführen.

Startdatum: 01.01.1970
Enddatum: 01.01.1970

Themenkreise

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Zielsetzung

Den Übergang auf die weiterführende Schule ist für Schüler in vielerlei Hinsicht bedeutsam. Je besser er gelingt, umso größer ist die Chance auf Erfolg in der Schule – unabhängig von der Schulform. Als fester Bestandteil von Bildungsprozessen bieten Übergänge Chancen. Neue Erfahrungsräume, Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungsspielräume werden eröffnet und somit ist die Möglichkeit gegeben Potenziale freizusetzen. Während eine gelungene Bewältigung eines Überganges als Bereicherung und Erweiterung der eigenen Kompetenzen empfunden wird, kann ein Übergang, der mit Ängsten und Belastungen verbunden ist zu Stresssymptomen bis hin zu Brüchen im Bildungsverlauf (Schulabbrecher, Absentismus u.ä.) führen. Immer wieder wird der Übergang in die weiterführenden Schulen als Bruch im Blick auf Beziehungen, Lernformen, Verhaltensregeln und Erwartungen beschrieben. In der Psychologie zählen Übergänge, Transitionen in der Fachsprache, als kritische Lebensereignisse, Ereignisse, die das gesamte Leben positiv oder negativ beeinflussen können, je nachdem wie diese Meilenstein-Ereignisse verarbeitet werden. Zur Vermeidung oder wenigstens zur Minimierung der Belastung von Kindern durch Übergänge ist es nötig, Übergänge sanft zu gestalten. Ein Übergang ist damit nicht nur allein Aufgabe des Kindes und der Familie: „Die Kompetenz, den Übergang in eine weiterführende Schule erfolgreich zu bewältigen, erweist sich damit als Kompetenz nicht eines Kindes alleine, sondern des sozialen Systems aus Bildungseinrichtungen und Familie.“ (Griebel/Hiebl 2010) Das haben wir verstanden und richten unsere pädagogische Arbeit auch auf diesen Aspekt.

Finanzierung

schulische Mittel

Erfolge

Wir sind der Überzeugung, dass unserer Viertklässler mit einem sichererem Gefühl auf die weiterführenden Schulen wechseln als vor Einführung des Projekts.

Hindernisse, Risiken

In Bargteheide befinden wir uns in der glücklichen Position, dass wir alle weiterführenden Schulen im Ort haben. Es ist kein Problem Fünftklässler zur Schule zu holen, da diese den Weg zu Fuß bewältigen können. Außerdem gibt es kein Problem mit der Freistellung dieser Schüler, da die Schulen im Ort gut miteinander kooperieren.

Ideen zur Ausweitung

schulartübergreifende Fachkonferenzen, Ausbau der schulartübergreifenden Hospitationen von und in Kindergärten und weiterführenden Schulen, schulartübergreifende Projekte

Emil-Nolde-Schule Bargteheide
Am Schulzentrum 11a, 22941 Bargteheide
Landkreis: Stormarn
Telefon: 04532263610
E-Mail: emil-nolde-schule.bargteheide@schule.landsh.de
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