‚Schulkiosk’ - ein gemeinsames Projekt der Klassenstufen 8 und 9 der Bramau-Schule

an der Schule: Bramau-Schule

Projektinfos

Zukunftsschule 2012:



 

‚Schulkiosk’  - ein gemeinsames Projekt der Klassenstufen 8 und 9 der Bramau-Schule

 

Ausgehend vom etablierten ‚Milchverkauf’ in der großen Pause (verkauft wurden kleine Milchtüten, Apfelschorle, Wasser, Müsliriegel), der von den einzelnen Klassen wochenweise übernommen wird, entstand die Idee, dieses Angebot zu erweitern.

 

Das kleine Segment ‚Milchverkauf’ stellte neben Aktionstagen, Schulausflügen, SV-Arbeit und Arbeitsgemeinschaften ein Stück klassenübergreifender pädagogischer Arbeit dar, dient also dem Gemeinschaftsgefühl aller Schüler der Bramau-Schule und dem Hineinwachsen in verantwortliche Tätigkeiten innerhalb einer ‚größeren’ Gemeinschaft (,wobei unsere Schule mit knapp 40 Schülern und Schülerinnen immer noch sehr klein ist, aber doch eine andere Herausforderung stellt als das Agieren innerhalb des Klassenverbandes).

 

 

 

Ein erster Antrag, den ‚Milchverkauf’ inhaltlich zu erweitern, kam aus der Schülervertretung. Seit gut einem halben Jahr gibt es jeweils am Montag frische Brezeln aus dem Backofen.

 

 

 

Der ‚Stand’ des Milchverkaufs bestand aus einem Schultisch, der jeweils in der Pausenzeit von Schülern in den Schulflur getragen wurde und einem Tablett, das gefüllt aus dem Lehrerzimmer geholt wurde.

 

Dieses Provisorium weckte den Wunsch nach Veränderung, einem Allzweckmöbel etwa, das den Bedingungen eines mobilen Verkaufsstandes entsprach (aus Brandschutzgründen darf im Schulflur kein Tisch dauerhaft stehen).

 

 

Da die Werkstattwoche in Ahrensbök für die Klassenstufen 8 und 9 bevorstand, lag die Idee nahe, mit den Tischler/ Zimmerermeistern vor Ort ein solches ‚Projekt’ gemeinsam zu erarbeiten.

 

 

 

Die zuständigen Fachkräfte im Ausbildungszentrum wurden im Vorwege gefragt und erklärten sich sofort bereit, daran mitzuwirken. Die Schüler sollten ihre Entwürfe zur Werkstattwoche mitbringen.

 

 

 

Die Vorstellungen der Schüler reichten von Objekten mit Regalwänden (Vorstellung ‚Kaufmannsladen’ ) bis hin zu Regalen mit mehreren Einlegböden, ausgestattet mit Rollen und einer Glocke.

 

 

 

Die Pläne wurden mit unserem Anleiter Herrn Niedergesäss besprochen und im Hinblick

 

auf konstruktive Anforderungen und technische Umsetzungsmöglichkeiten entstand ein an drei Seiten geschlossener ‚Teewagen’ mit zwei Griffen zum Schieben/ Ziehen.

 

 

 

Bei der Anbringung der Räder arbeiteten die Schüler gemeinsam mit dem Hausmeister der Schule, Herrn Reimers.

 

 

 

Letzte Abschlussarbeiten wie das Anstreichen des Wagens und Bemalen des Kioskschildes fanden im Kunst/ Werkunterricht in der Bramau-Schule statt.

 

Da die Erweiterung des ‚Milchverkaufs’ sich nicht allein in der neuen Namensgebung ‚Schulkiosk’ und in der äußeren Gestaltung des Verkaufswagens zeigen sollte, sondern darüber hinaus auch inhaltlich zu einer inhaltlichen Erweiterung führen sollte, sind auf der Ebene der Schülervertretung (und parallel dazu in der Lehrerkonferenz) sogenannte regelmäßige ‚Aktionstage’ geplant:

 

-         - gesundes Knabbern: eine Gruppe bereitet frisches Obst und Gemüseschnitze als ‚Fingerfood’ vor

 

 

-         leckere belegte Brötchen: halbe Brötchen werden mit Käse und Wurst geschmiert und garniert

 

-         - selbstgebackene Brötchen (Quarkölteig) werden verkauft

 

-        -  selbstgebackene Muffins werden verkauft

 

 

 

Während der normale Kioskbetrieb wie bisher zum Selbstkostenpreis abgewickelt wird (30 Cent pro Riegel und 60 Cent pro Flasche – leichte Überschüsse werden von der SV verwaltet), können die Klassen durch die Aktionstage etwas erwirtschaften. Hierdurch werden erste wirtschaftliche Zusammenhänge (Angebot – Nachfrage/ Brutto-Netto/ Preisgestaltung etc.) praktisch erfahren.

 

 

Die gelernten Inhalte im Fach ‚Verbraucherbildung’ erfahren ganz lebensnah ihre praktische Anwendung.

 

 

 

Ein letzter Punkt ist bei der Organisation des Kiosks noch weiterentwickelt worden. Häufig ist die Zuständigkeit der Person, die Kiosk-Dienst hat, nicht eindeutig gewesen bzw. über die Woche in Vergessenheit geraten.

 

Hier soll die Eigenverantwortung der Schüler durch selbstständiges Eintragen in einen Wochenplan, der dann sowohl in der jeweiligen Klasse aushängt als auch als Duplikat im Verkaufswagen liegt, erhöht werden (s. Anhang).

 

 

 

 

 

Seit Januar 2012 übernimmt jeweils eine Klasse einen Monat, in dem zwei Kiosk-Aktionstage stattfinden.

 

Den Beginn machte die Klassenstufe 8/9, die beim ersten Mal belegte Brötchen, beim zweiten Mal selbstgebackene Waffeln mit Obst anbot.

 

Die Planungsphase (Entscheidungsfindung, Werbung inklusive der Information der Eltern der Schüler/innen, Einkauf) bereitete den Schülern und Schülerinnen ebenso viel Freude wie die Zubereitung und der Verkauf selbst.

 

Der Reingewinn für die Klassenkasse fiel knapp aus, was im weiteren Unterricht ein Anlass war, über wirtschaftliche Zusammenhänge (Markt, Angebot-Nachfrage, Optimierung der Werbung usw. ) nachzudenken.

Startdatum: 01.11.2012
Enddatum: 29.03.2012

Themenkreise

Ernährung , Mitbestimmen - Mitgestalten

Zielsetzung

- Planung, Entwurf und Bau eines Kioskwagens - Planung und Durchführung von Kiosk- Aktionen - Organisation von Kioskdiensten - Mitbestimmung und (angeleitete) Selbstverantwortung an oben genannten Punkten - Attraktivität eines gesunden Frühstückssnacks kennen und kultivieren - einfache wirtschaftliche Zusammenhänge erfahren und verstehen

Finanzierung

- Bau des Kioskwagens fand innerhalb der Werkstattwoche (Mittel vom Land, Schulträger)statt. Kioskaktionen finanzieren sich selbst.

Erfolge

s.o. Bericht

Hindernisse, Risiken

kein großer finanzieller Vorteil für die Klassenkasse; fällt als Motivationsfaktor größtenteils weg

Ideen zur Ausweitung

-Spenden mit einbeziehen, eventuell über Elternkontakte; - Eltern als Projektpartner miteinbeziehen (momentan wenig aktive Eltern...) - Fortführung der Aktionstage - Verkauf von Kioskgutscheinen in der Woche vor dem Aktionstag, damit Schüler (,die sonst das Kleingeld vergessen) das Angebot wahrnehmen können - Weiterentwicklung der Kalkulation, Organisation, des Angebotes in Anpassung an die jeweils vorherrschende Situation an der Schule - Regelmäßige Absprachen in den Lehrerkonferenzen, in den Klassen und gegebenenfalls in der SV zur Fortführung des Angebots

Bramau-Schule
Maienbeeck 11, 24576 Bad Bramstedt
Landkreis: Segeberg
Telefon: 04192/3821
E-Mail: bramau-schule.bad-bramstedt@schule.landsh.de
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