"Streitschlichter-Projekt" - Ehrenamtliche Konfliktberatung durch ausgebildete Schülerinnen und Schüler

an der Schule: Gemeinschaftsschule Lütjenburg im Hoffmann-von-Fallersleben Schulzentrum

Projektinfos

1. Bericht für die Schulzeitung:

Ausbildung zum Konfliktlotsen (4. Oktober 2010)

Vor etwa einem dreiviertel Jahr fing unsere Ausbildung zum Streitschlichter an. Jeden Donnerstag von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr haben wir uns bei Frau Martensen getroffen. In der ersten Hälfte der Ausbildung haben wir verschiedene Spiele und Übungen zum Kennenlernen gemacht. Außerdem haben wir uns über den Aufbau eines Streitschlichtungs- Gespräches unterhalten und die verschieden Charaktere der Schüler besprochen.

In der zweiten Hälfte der Ausbildung haben wir einen eigenen Streitschlichter-Raum bekommen und verschiedene Übungen zum Streitschlichten durchgespielt. Bei den Übungen gab es jeweils zwei, die sich stritten und zwei, die den Streit geschlichtet haben. Die Übungen haben sehr viel Spaß gemacht, denn jeder wollte sich mal mit jemandem streiten.

Irgendwann war unsere Konfliktlotsen-Ausbildung zu Ende und wir mussten noch einen kleinen Test machen; jeder von uns hat den Test bestanden und zur Freude aller haben wir noch eine kleine Feier veranstaltet.

Seitdem sind jeweils zwei von uns in jeder großen Pause in dem Streitschlichter-Raum und versuchen die Streitereien der Schüler zu beenden.

“Ich war’s nicht” – Theaterstück zur Gewaltprävention

25. März 2010

In einer Auftaktveranstaltung mit dem Theaterstück "Ich war´s nicht" zeigen Jugendliche für Jugendliche mit einer anschließenden Podiumsdiskussion, wie das Thema „Gewalt an Schulen“ und „Zivilcourage“ thematisch aufgearbeitet und praktisch umgesetzt werden kann.

Dieses sind auch die Hauptthemen der angehenden Streitschlichter und Streitschlichterinnen. Auch sie übernehmen die couragierte und engagierte Einstellung, sich als Schüler für andere Schüler einzusetzen.

Im Folgenden dazu der Artikel der Schülerzeitung:

Heute wurde ein Theaterstück der Theatergruppe “Kiel CREAtiv” in unserer Agora aufgeführt. Das Stück “Ich war’s nicht” ist ein weiterer Baustein, um die Ausbildung unserer Streitschlichter weiterzuführen.
Das Thema: “Gewalt an Schulen”. Die Theatergruppe, alles Schüler, setzt sich in dem Stück mit den Ursachen von Gewalt auseinander.

Aus der Stückbeschreibung: “Die Texte des Stücks wurden von den Jugendlichen selbst formuliert und umgesetzt und haben somit ungefiltert 100 Prozent mit dem Publikum zu tun. Sie greifen Szenen aus dem Leben auf, in denen die Teilnehmer sich und ihre Konflikte wiedererkennen. Sie reißen ihre Zuschauer mit und es entsteht Energie und Motivation zur gemeinsamen konstruktiven Veränderung.”


Die neuen Streitschlichter

Mit dem Ende des Schuljahres war es wieder so weit. Die zweite ausgebildete Gruppe der Streitschlichter konnte von Frau Jurgeneit die Urkunden über ihre absolvierte Streitschlichterausbildung in Empfang nehmen. In feierlicher Runde bekam jeder Teilnehmer seine Bescheinigung überreicht.

Nach langen Wochen der Ausbildung stehen nun den „alten Hasen“ neue Streitschlichter zur Seite und allen Schülern der Regionalschule zur Verfügung. Jeweils in den zwei großen Pausen werden sie von nun an täglich in ihrem Streitschlichter-Raum ihren Dienst tun. Dazu werden sie in den Pausenbereichen präsent sein, damit sie bei Streitigkeiten sofort vor Ort sein können. Zu erkennen sind sie an ihren schwarzen Sweatjacken mit der türkisen Aufschrift „Streitschlichter“. Alle Schüler und Lehrer können sich jeder Zeit an sie wenden. Sie sind der Neutralität und Verschwiegenheit verpflichtet und nehmen ihren Dienst sehr ernst.


 

Weiterführung des Projekts:

Mittlerweile befindet sich die dritte Generation Streitschlichter in der Ausbildung. Dabei übernehmen bereits ausgebildete aktive Streitschlichter Teile der Ausbildung sowie Patenschaften.

Themenkreise

Mitbestimmen - Mitgestalten

Zielsetzung

Zur Verbesserung des sozialen Klimas an der Schule soll eine Konfliktkultur im Schulprogramm verankert werden. Die Jungen und Mädchen der Regionalschule Lütjenburg sollen zu verantwortungsvollen gestärkten Persönlichkeiten heranwachsen. Die Schülerinnen und Schüler sollen an der Bearbeitung von Konflikten und an der Suche nach Lösungsstrategien so beteiligt werden, dass sie diese Streitigkeiten und zum Teil körperlichen Auseinandersetzungen ohne die Hilfe von Lehrkräften schlichten oder im Idealfall selbst auflösen können. Gerade in Zeiten, in denen Sicherheit und Schutz immer weniger durch soziale Strukturen wie die Familie gewährleistet ist, ist es wichtig den Schulalltag mit Routine und vermittelndem Basisverhalten der Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Höflichkeit, Kontaktfähigkeit und Solidaritätsgefühl ihren Mitmenschen begegnen und dadurch ein immer wichtiger werdendes Gemeinschaftsgefühl erleben.

Finanzierung

Finanziert wird das Projekt durch Spenden, den Elternförderverein, die Schule selbst und durch die offene Ganztagsschule.

Erfolge

Es muss weniger Unterrichtszeit für Streitschlichtungen "geopfert" werden. Es besteht eine erhöhte Bereitschaft von allen, dass Störungen inakzeptabel sind und wir keinen Spaß verstehen bei Intoleranz.

Ideen zur Ausweitung

Die Schülerinnen und Schüler noch kompetenter ausbilden, Z.B. zum „Sozialcoach oder Klassentrainer/Pate“.

Gemeinschaftsschule Lütjenburg im Hoffmann-von-Fallersleben Schulzentrum
Kieler Straße 30, 24321 Lütjenburg
Landkreis: Plön
Telefon: 04381905821
E-Mail: Gemeinschaftsschule-im-Hoffmann-von-Fallersleben.Luetjenburg@schule.landsh.de
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